Thilo Schmidt | Journalist aktualisiert am 14.02.2017
VISIONEN
VITRINE
VITA
VISITENKARTE
Foto: Lilo Tadday, Helgoland
AUSSAGE GEGEN AUSSAGE.

VOM SCHWIERIGEN UMGANG MIT VERGEWALTIGUNGSVORWÜRFEN. Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist verbreiteter, als man glaubt. Allerdings: Falsche, teils böswillige Vergewaltigungsvorwürfe auch. Das ist nicht erst seit dem Fall Kachelmann bekannt. Ralf Witte saß fünf Jahre unschuldig im Gefängnis - wegen eines Vergewaltigungsvorwurfes, der so nie hätte zur Anklage kommen dürfen. Ein beispielloses Versagen der Justiz hat dieses Fehlurteil möglich gemacht. Wem soll man warum (nicht) glauben und wo enden die Möglichkeiten der Kriminologie?
Deutschlandradio Kultur - Zeitfragen, 13. Februar [Hören ...]
STILLE IN NEUKÖLLN. DER MORD AN BURAK BEKTAS

2012 wurde in Berlin-Neukölln der 22-jährige Burak Bektas erschossen. Zwei seiner Freunde wurden schwer verletzt. Der Täter schoss in aller Ruhe, ohne Vorwarnung und verschwand unerkannt in der Dunkelheit. Der Tathergang erinnert an die Morde des NSU. Die Ermittlungen kommen nicht voran. Dem konkreten Hinweis auf einen Mann, der Nazi-Devotionalien sammelte und in der Gegend Schießübungen machte, wurde nicht nachgegangen. 2015 regte sich dieser Mann in einer Bar in Neukölln darüber auf, dass hier "kein Deutsch mehr gesprochen werde". Am selben Abend erschoss er den Briten Luke Holland. Den Mord an Burak Bektas konnte man ihm nicht nachweisen.
SWR2 - Tandem, 06. Februar [Hören ...]
SPÄTE EHRUNG. RUDOLF BIERMANN IM PROFIL

Nach anfänglicher Abwägung und Zurückhaltung setzte sich der damalige Bürgermeister Rudolf Biermann dafür ein, das Friedrich-Flick-Gymnasium in Kreuztal umzubenennen. Kurz zuvor hatten ehemalige Schüler eine Initiative gestartet, mit der sie die Rolle des Kriegsverbrechers hinterfragten und seine Ehrungen und Würdigungen in seiner Heimatstadt kritisierten. Mit seinem Eintreten für eine Umbenennung des Gymnasiums und für eine Beschäftigung mit den Opfern Flicks und seiner Rolle als Kriegsverbrecher fiel er in Ungnade in der Stadt. Bei der Bürgermeisterwahl ein Jahr später empfahlen Wahlkämpfer der CDU, den eigenen Kandidaten Biermann nicht zu wählen. Und der einst beliebte Biermann wurde abgewählt. Nun erhält er eine späte Ehrung: Von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wird ihm der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen.
Deutschlandradio Kultur - Profil, 18. Januar [Hören ...]
DAS HOROSKOP DER BUNDESLÄNDER

Ein Blick nach vorne gewagt - durch die Glaskugel. Vorweg: Auch im neuen Jahr enspricht das Saarland etwa der Größe des Saarlandes und in Hamm wird der Zug geteilt.
Deutschlandradio Kultur - Länderreport, 30.Dezember [Hören ...]
PLANLOS GROßES VOLLBRINGEN. SACHSEN KÄMPFT GEGEN KEINEN GUTEN RUF.

Völlig überraschend bleiben die Touristen aus in Sachsen, Künstler, Investoren. Sachsen kämpft gegen keinen guten Ruf. So flattern Hefte ins Haus, die Sachsen ins rechte Licht rücken sollen. Inklusive allerhand Schnapsideen. Genau. Blödsinn groß rausbringen und auch noch stolz drauf sein: So geht sächsisch.
Deutschlandradio Kultur - Länderreport , 30. November [Hören ...]
STIRBT DAS DORF, STIRBT DIE DEMOKRATIE

Jahrelang hat man aus Schwerin nur zugesehen, wie die Demokratie in Vorpommern ausblutet. Die Landtagswahl, bei der die AfD Rekordergebnisse im strukturschwachen östlichen Teil des Landes erzielte, war ein deutliches Warnsignal. Wird es gehört in Schwerin? Erstmals setzt die Landesregierung einen Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern ein. Und der sitzt nicht in Schwerin, sondern im vorpommerschen Anklam.
Deutschlandfunk, DLF-Magazin, 17. November  [Hören ...]