Thilo Schmidt | Journalist aktualisiert am 27.01.2023
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Foto: Lilo Tadday, Helgoland
"ICH FÜHLE MICH HIER VIEL FREIER"

Den Sturm auf das Kapitol hat Michael Brune von Berlin aus verfolgt - im US-amerikanischen Parlamentsfernsehen, aus Sicht der Abgeordneten. Und er konnte kaum glauben, was geschah in einer der ältesten Demokratien der Welt. Auch darum wollte Michael Brune nicht mehr zurück in die USA, die er 2012 verlassen hatte. Eigentlich wollte er nur ein, zwei Jahre in Deutschland bleiben. Aber er fühlt sich in Berlin viel freier als im Land der „unbegrenzten Möglichkeiten“ – und er schätzt den deutschen Rechtsstaat, den Sozialstaat – und natürlich die Demokratie. Nicht die älteste, aber die vielleicht beste der Welt. Beitrag im Rahmen der Deutschlandradio-Denkfabrik 2023: „Die Wehrhafte Demokratie“.
Deutschlandfunk Kultur - Studio 9, 03. Januar [Hören ...]
EINE UTOPIE IM PRAXISTEST

Es ist eine utopische Idee und es wäre die dramatischste Umgestaltung des Sozialstaats überhaupt: Das bedingungslose Grundeinkommen. Jeder, vom Bettler bis zum Millionär erhält ein monatliches Grundgehalt vom Staat. Ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen, ohne etwas dafür tun zu müssen. In Deutschland verlost der Verein "Mein Grundeinkommen" seit 2014 solche Grundeinkommen für die Dauer von einem Jahr. Monatlich 1000 Euro, finanziert aus Spenden. Im letzten Jahr startete der Verein zusätzlich ein Pilotprojekt. 122 ausgewählte Studienteilnehmer erhalten für drei Jahre 1200 Euro, jeden Monat, wissenschaftlich begleitet. Die Frage: Wie kann ein Grundeinkommen die Gesellschaft verändern? Drei Probanden erzählen.
Deutschlandfunk Kultur - Zeitfragen, 13. Dezember [Hören ...]
BILDER AUS DEM KRIEG

Man wird an den Fotos aus Irpin nicht vorbeikommen in Borna. Borna ist die Partnerstadt von Irpin, und die verstörenden Bilder aus Irpin werden zwei Wochen lang das Stadtbild von Borna prägen. Auf großen Werbetafeln, auf denen sonst für Schokolade, Dating-Apps oder Bier geworben wird. Vier Fotografen der Berliner Foto-Agentur Ostkreuz sind seit Kriegsbeginn in der Ukraine unterwegs. 40 verschiedene Motive aus Kiew, Charkiv, Lwiw, Tschernihiv, Irpin und Butscha werden zwei Wochen lang den öffentlichen Raum der jeweiligen Partnerstädte München, Leipzig, Nürnberg, Freiburg, Memmingen, Borna und Bergisch-Gladbach prägen, insgesamt 700 Plakate werden geklebt.
Deutschlandfunk Kultur - Länderreport, 30. November [Hören ...]