Thilo Schmidt | Journalist aktualisiert am 23.01.2012
VISIONEN
VITRINE
VITA
VISITENKARTE
Foto: Lilo Tadday, Helgoland
DEMNÄCHST IM RADIO

LAURENS' NEUE WELT. Unser Nachbar Laurens war ein erfolgreicher Architekt und Künstler, ein Lebemann und Frauenheld – bis eine Hirnblutung ihn aus seinem ausschweifenden und reichhaltigen Leben abrupt herausholte. Fast hätte er gar nicht überlebt, und jetzt ist er schwerbehindert, verloren in Raum und Zeit. Doch ihm widerfährt ein kleines Glück in diesem großen Unglück, weil ein paar Parameter stimmen: Ein kleines Vermögen aus seinem Konto, das er als erfolgreicher Architekt anhäufen konnte,  die richtigen Freunde an seiner Seite, die sein Leben in die Hand nahmen – und ein geräumiges Ladenlokal im Erdgeschoss unseres Altbaus in Berlin-Friedrichshain. Und so wurde aus der schrecklichen Zäsur für Laurens ein Leben so schön, wie er es sich vorher nicht hätte vorstellen können. Wenn auch der Weg zu dieser Erkenntnis seine Zeit gedauert hat. Und wenn auch zur Auffrischung dieser Erkenntnis regelmäßiger Genuss von Cannabis vonnöten ist. 
Sendung von Stephanie Käß und Thilo Schmidt. Regie: Alexander Schuhmacher
SWR2  - Tandem, Montag, 06. Februar, 19:20. Wdh. Di., 07. Februar, 10:05.
VOR KURZEM IM RADIO

Foto: Uschi GoetzDIE FLUCHT DES AUSLÄNDERBEAUFTRAGTEN. Ibraimo Alberto hat es nicht mehr länger ausgehalten in Schwedt/Oder. Der gebürtige Mosambikaner flüchtete vor Alltagsrassismus und rechten Übergriffen nach Karlsruhe. Dabei galt er vielen als Vorzeige-Integrierter: Seit 1990 wohnt er in Schwedt, war dort ein erfolgreicher Boxer, saß für die SPD im Stadtrat und war ehrenamtlicher Ausländerbeauftragter der Stadt. Nach mehreren Übergriffen auf ihn und zuletzt auch auf seinen Sohn ging die Familie nach Karlsruhe, wo sie ein völlig anderes Klima vorfindet. In Schwedt ist man enttäuscht: Weniger allerdings über seinen Weggang als vielmehr über die negativen Schlagzeilen, denen die Stadt im Nordosten Brandenburgs ausgesetzt war.
Sendung von Uschi Götz und Thilo Schmidt
Deutschlandradio Kultur - Länderreport, 17, Januar [Hören ...]
Foto: Uschi Götz

 
"WAR DIES ALLES ZUFALL?" Am 15. Januar 1990 strömen Hunderte nach einer Demonstration in die Zentrale der DDR-Staatssicherheit in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg. Es kommt zu schweren Zerstörungen. Doch wer ist dafür verantwortlich? Und warum ging das Tor von innen auf? Und was machte der BND auf dem Gelände?
Wiederholung vom 14.01.2010
Deutschlandradio Kultur - Länderreport, Fr. 13. Januar [Hören...]


PHANTOMSCHMERZ AM ZONENRAND - SCHWEDT und
WO GYSI NIE HINKAM - KREUZTAL


Rolf Niebel und Thilo Schmidt vor dem Funkhaus Nalepastraße in BerlinFeatures von Rolf Niebel und Thilo Schmidt

Rolf wuchs in Schwedt an der Oder auf, Thilo in Kreuztal im Siegerland. Der eine tief im Osten, wo in den 60er Jahren der proletarische Aufbau vorangetrieben wurde. Der andere im Westen, im südwestfälischen Kleinbürgertum, das seine eigene oppositionelle Jugendbewegung hervorbrachte. Während Rolf in der DDR mit seiner Punkband rebellierte und seine Jugend als Grenzfall zwischen Plattenbau-Realismus und Coca-Cola-Kultur erlebte, traf sich Thilo mit den Kreuztaler Jungsozialisten, sang Arbeiterlieder und wünschte sich den Sozialismus herbei. Eine bessere Gesellschaft wollten sie alle, diesseits und jenseits der Mauer. 20 Jahre später begeben sich die beiden gemeinsam auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Zweifelhafte Ehre: Mit der Ausstrahlung der beiden Features hat der SWR die beliebte Sendereihe "Dschungel" eingestellt. Die letzte Sendung im Dschungel war "Phantomschmerz am Zonenrand - Schwedt" am 30. Dezember. 

Wo Gysi nie hinkam - Kreuztal

Regie: Karin Hutzler
Produktion: SWR 2009 (ca. 30')
SWR2 - Dschungel, 29. Dezember 2011

Phantomschmerz am Zonenrand - Schwedt

Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008 (Ausstrahlung der 30'-Fassung. Originalfassung: 54')
SWR2 - Dschungel, 30. Dezember 2011

Drei Rezensionen zu den beiden Features hier.

 

DIE NEONAZIS UNTER UNS. VOM FAHRLÄSSIGEN UMGANG MIT DER RECHTEN SZENE. In rechtsextremen Internetforen wird der Mord an ausländischen Kleinunternehmen glorifiziert, auch T-Shirts mit dem Aufdruck "Killer Döner - nach Thüringer Art" sind bereits im rechtsextremen Handel erhältlich. Und bereits im letzten Jahr feierte eine Neonazi-Combo den "Döner-Killer" ("denn er kommt gerne spontan zu Besuch - am Dönerstand, denn neun sind nicht genug"). Dereinst hält die Bundesregierung an der "Extremismusklausel" fest, durch die sich Anti-Rechts-Initiativen in ihrer Arbeit dem Pauschalverdacht des Linksextremismus ausgesetzt sehen.
Aktueller Hintergrund von Susanne Lettenbauer, Dorothea Jung und Thilo Schmidt
Deutschlandfunk - Hintergrund, 24.November [Hören ...]